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Nachtrag zu Wanderungen, Veranstaltungen...

Freitag, 10. Oktober 2008

Wildkräuterkurse Oberbayern

Für alle Interessierten!
Nach meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin veranstalte ich seit
3 Jahren Wildkräuter-Exkursionen verschiedenster Art und Länge für Kinder und Erwachsene quer durch alle Jahreszeiten. Dabei liegt es mir sehr am Herzen, bei den Wildpflanzen etwas tiefer zu blicken als nur in den Kochtopf!
Ausserdem biete ich Wildkräuterbüffets für alle Anlässe, Seminare im Umgang (Kochen, Garten, Essig, Öl, Tees selbstherstellen) mit oder ohne vorheriger Wanderung an.
Wer möchte, bekommt auch seine individuelle Exkursion zusammengestellt (Vereine, Firmen, Familienausflug etc:)
Für weitere Infos bei mir melden.
email:Naturwerkstatt@gmx.de

Montag, 18. Juni 2007

Nachtrag zur Kräuterwanderung mit der GRÜNEN LIGA-Ernährungsberaterin Elisabeth Westphal

und zwar durch die Botanische Anlage Berliner Volkspark Blankenfelde.
Habe am 15.06.2007 an einer Wanderung teilgenommen, die sehr informativ war (eine weitere Wanderungen; siehe http://www.grueneliga-berlin.de/termine/index.html)

ein paar Notizen aus der Wanderung vom 15.06.07:

Frau Westphal hat u.a. folgende Bücher empfohlen:

Wildwachsende Pflanzen in unserer Ernährung. Koschtschejew; VEB Fachb.Verl. Leipzig 1986 (1990 gibt es auch eine Auflage; mit über 800 Rezepten)

Enzyklopädie essbarer Wildpflanzen. Fleischauer, G. http://www.essbare-wildpflanzen.de/

Wilde Genüsse. Eine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Adlerfarn bis Zirbelnuss. Mit rund 500 Rezepten
Fischer, Margot ; Unter Mitarb. v. Verena Hammerschmidt
Mandelbaum Verlag, Wien 2007

Die große Enzyklopädie der Wildpflanzen von Zdenka Podhajska, Milan Rivola, E. Demartini, und V. Fiserova von K. Müller Vlg., Erlangen (Gebundene Ausgabe - 1994) ??

Delikatessen aus Unkräutern. Das Wildpflanzen-Kochbuch. Mit über 200 köstlichen Rezepten (Gebundene Ausgabe)
von Friedrich Graupe (Autor), Sepp Koller. (März 2005)

Meine Wildpflanzenküche. Jean-Marie Dumaine, 2005, Verlag: AT Verlag, Baden (Schweiz) und München

Der Geschmack der Blumen und Blüten. Elisabeth de Lestrieux, Verlag: DuMont Reiseverlag, Ostfildern (2000)

(Bestimmungsbuch: Was blüht denn da? Kosmosbuch)



zur Wanderung durch die Botanische Anlage und der vorgestellten Pflanzen:

Spitzwegerich
appetitanregend; auch als Tee
Breitwegerich
z.B. Blätter als Füllung (Rouladen?); Blüten eßbar.
Bei Insektenstichen, Blasen, Kratzwunden. Die Blätter dürfen nicht nur auf die Stelle gelegt werden, sondern müssen auf ihr verrieben werden, damit der Wirkstoff Aucubin wirkt.

Schafsgarbe
als Würzkraut (nicht zuviel, da es auch wie der Waldmeister Cumarin enthält)
in Öl eingelegt (ganzer Stengel; 2 Std. bis zu einem Tag in Öl)

Gänseblümchen
das ganze Jahr über ernten, sogar im Winter, ähnlich wie Feldsalat
die ganze Pfl. verwendbar, sogar die Wurzel
Blätter für Salat und Spinat
Blüten sowohl für Salate als auch für Süßspeisen

Brennessel
(kleine Brennessel), damit sie nicht brennt, ganzen Stengel pflücken, ihn nach unten auf den Kopf halten und ihn von unten abstreifen, so daß die Brennhaare abgestreift werden;
vitaminreichste Pflanze, blutreinigend;
Saft aus jungen Blättern pressen (immer frisch, denn er oxidiert leicht, also sofort trinken, Saft mit Minzblätter kombinieren, besserer Geschmack,
Blätter im Teig (z.B. Bierteig) ausbacken,
Blüten für Salat
Samen im September / Oktober sammeln
Blätter als Rohkost z.B. für Salate wie z.B. Gurkensalat (entweder junge Blätter oder bei älteren Pflanzen nur der obere Teil pflücken, treibt wieder aus),
Blätter in Öl einlegen (Brennwirkung weg; ähnlich beim Zerkleinern und Entsaften),
Blätter können auch wie Spinat zubereitet werden,

Löwenzahn
regt die Bauchspeicheldrüse an, daher sollten Diabetiker drei Blütenstengel pro Tag essen,
Blüten in Honig einlegen,
Wurzel auch eßbar, z.B. zum Andünsten oder in Salate,

Sauerampfer
frische Blätter (junge Blätter) nicht zuviel,
als Suppe verwendbar (Blätter),
Blüten (abstreifen) und als Salz verwenden (auch nicht zuviel, wegen Oxalsäure)

Wiesenbärenklau
von den Stielen die äußeren Fäden abziehen, wie beim Spargel; als Spinat oder als Salat verwendbar,
auch Blüten kann man verwenden,

Rotklee
Blüten und Blätter eßbar,
Blütenknöpfe sowohl für süße Speisen, als auch für Salate und herzhafte Speisen,
Blütenknöpfe kann man auch wie Kapern verwenden,

Ackerschachtelhalm
(Kieselsäure)
die Blüte ist eßbar

Gundermann
(wirkt schleimlösend, z.B. bei Schleimhautentzündung), äußerlich zum Einreiben (gegen?),
Gewürzkraut für die Küche, ein paar Blätter essen (nicht zuviel),
als Süßspeise Blättchen in flüssiger Schokolade eintauchen,

Beinwell
(bei Knochenverletzungen, Salbe),
Blätter ähnlich wie Borretsch (Geschmack?),
ganze Pflanze verwendbar, auch die Wurzel,
Blüten an Obstsalate,
Saft (von den Blättern?),
drei Blätter pro Tag essen (nicht mehr)

Vogelmiere
das ganze Jahr über ernten
da die Vogelmiere einen milden Geschmack hat, kombiniert man sie am besten mit schärferen Sachen, wie Meerrettich
Kräuterbutter: Meerrettich + Vogelmiere + Kräutersalz + Butter

Giersch
(auch Geißfuß genannt, Form der Blätter Ähnlichkeit zu Ziegenfuß)
schmeckt ähnlich wie Petersilie (und auch so verwendbar)
Blätter z.B. zu Kartoffeln und Tomaten verwendbar
Blüten für Tomatensalate
Giersch-Tee gegen Gicht und Rheuma
(apfelähnlich?)

Wiesenlabkraut
(Ähnlichkeit zu Waldmeister)
(Lab zur Käseherstellung) (weiß)
Blüten und Stengel eßbar

Klettenlabkraut
ebenfalls eßbar, das Wiesenlabkraut ist jedoch besser zu verwenden

Wegmalve
Blüten sowohl für Obst- als auch für Gemüsesalate
Tee als Kaltauszug

Meerrettich
(antibiotische Wirkung), Blätter als Salat verwendbar

Johanniskraut
(die Pünktchen sind Ölabsonderungen, blüht normalerweise an Johannis 23.06., dieses Jahr alles früher), ganzer Stengel (Blüten und Blätter) als Tee zu verwenden, Vitamin D Bildung, vorallem im Winter trinken

Ehrenpreis
Blüten


Ackerhellerkraut


Veilchen
Blüten für Honigherstellung


Hirtentäschel


Bärlauch
(im Wald am Bächchen, Blätter gelb, am Einziehen) in 8 Wochen die Zwiebel ausgraben (Ende August), sie ebenfalls eßbar, (Fundstelle am Wannsee soll es sich um den Kaukasischer Lauch handeln, da Blätter schmaler, er ist gleich verwendbar, wie Bärlauch, auch an der Fundstelle am Teltow Kanal sind die Blätter kleiner. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine Variation des Bärlauches, denn der Kaukasischer Lauch blüht rosa)


Gingko
Vitamin C, säuerlich, jedoch keine Oxalsäure
als Salat (säuerlich)
trocknen, als Tee und als Gewürz

Lärche
Nadeln (müssen richtig abgetrocknet sein, sonst Gefahr von Schimmelbildung) z.B. 14 Tage lang in Akazienhonig einlegen (Nadeln komplett mit Honig bedecken)

Linde
Blätter und Blüten eßbar (am besten junge Triebe und Blätter)
Blüten trocknen als Tee
Blätter überbacken (Blüten?)

(weitere Informationen:
Buchenblätter junge Keimlinge essen als Durstlöscher;
alle Blätter der Obstbäume eßbar, wie Apfel, Birne, Kirsche (Ausnahme Holunder;
Schlehe oder Schwarzdorn, Früchte erst nach dem Frost ernten wegen den Bitterstoffen, jedoch sind sie dann womöglich von den Vögeln weggefressen oder zu matschig zum Ernten, deshalb vorher ernten und ein paar Tage im Kühlfach lagern, dann Saft mit Dampfentsafter (weniger bitter durch Dampf), Schlehe enthält Vitamin C;
Nadeln von Tanne, Kiefer, Fichte, Lärche eßbar (am besten die jungen Triebe;
jede Art von Birken-Blätter eßbar (junge Blätter, da ältere Blätter Gerbstoffe enthalten;
Glockenblumen sind eßbar
Rosen; Blätter von allen Rosenarten eßbar, auch die Blüte; Rosenblüte z.B. in Honig ziehen lassen, oder für Obstsalate verwenden;
Frauenmantel für Salate verwenden
Königskerze; Blüten für Salate und für Kuchen

Samstag, 9. Juni 2007

Nachtrag zur Wanderung: Heilpflanzen in der Stadt - Gesundes im Volkspark Mariendorf (mit Sabine Jacobsohn am Sonntag, 01.07.2007, von 11:00 - 12:30 )

In Kooperation mit dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.)
und der VHS Tempelhof-Schöneberg, Ansprechpartnerin Frau Ines Kortmann; Tel.: (030) 7560-3000/ -3510; Fax: (030) 7560-8944


ein interessanter Spaziergang...

empfohlene Literatur (von Frau Jacobsohn):

Das große Buch der Heilpflanzen, Mannfried Pahlow, Bechtemünz-Verlag

Der neue Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Ingrid und Peter Schönfelder, Franckh-Kosmos Verlag.

Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage, Hrsg. Max Wichtl, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.

Heilpflanzenlexikon. Ein Leitfaden auf wissenschaftlicher Grundlage, Dietrich Frohne, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.

http://www.tee.org/heilpflanzen/index.html (Bad Heilbrunner Gesundheitsdatenbank, Rund um die Heilpflanzen) mit Infos zu Wirkungen, Zubereitungen, uvm.

Unter http://www.biolib.de/ stehen Pflanzenabbildungen aus eingescannten, historischen Büchern zur Verfügung




Bei dem Spaziergang durch den Mariendorfer Volkspark am 01.07.2007 stellte Frau Jacobsohn u.a. folgende Heilpflanzen vor:

Linde:
Sommer- und Winterlinde (Silberlinde nicht), (Sommerlinde hat an der Blattunterseite weiße Haarbüschel, die Winterlinde schwarze und hat mehr Blüten)
Die Blüte als Tee bei Erkältung, v.a. reizmindernd bei Husten wegen den reichlich vorhandenen schleimlösende Polysaccharide; außerdem noch Gerbstoffe und Flavonoide

Goldrute:
(Solidago; drei Arten Kanadische- (behaart), Riesen- und Echte Goldrute)
Flavonoide (oft gelbe und blaue Farbstoffe, wirken entzündungshemmend).
Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwegen, vorbeugend gegen Harn- und Nierensteine

Brennessel:
Blätter und Kraut
entzündungshemmend; der ableitenden Harnwege, (wie Goldrute);
Wurzelextrakte bei Prostata

Mahonie:
(blau? officinell?)
Wein, Schnaps, Gelee. Kern giftig, Blätter enthalten Alkaloide nicht sammeln

Klette:
(nicht officinell)
Schampoo
Wurzel, Schleim- und Bitterstoffe (verdauungsanregend)

Holunder:
(officinell?)
Blüten
Ätherisches Öl, Flavonoide Rutin;
schweißtreibend? (keine schweißtreibenden Stoffe, evtl. auch nur das heiße Wasser schweißtreibend);
Tee nachmittags trinken, Holunder-Lindenblüten-Tee
bei Erkältungskrankheiten, eine Schwitzkur
(grüne Beeren aussortieren, giftig)

Mädesüß:
Blüten (Flores Spiraeae)
Salicyadverbindungen (ein wenig ätherisches Öl mit Salicyladehyd), Flavonoide (u.a. Spiraeosid), Gerbstoffe;
fiebersenkend
entzündungshemmend
geringe antirheumatische Wirkung

Spitzwegerich:
(nur der Spitzwegerich ist von den Wegerich-Arten officinell);
Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, Schleimstoffe;
Kraut nach der Ernte schnell trocknen, sonst verschwinden die Wirkstoffe;
antiseptische Wirkung, reizlindernd bei Katarrhen der Atmungswege (Husten- und Bronchialtee); Preßsaft (wichtig ist, dass der Preßsaft aus den Blättern austritt, also die Blätter auf den Insektenstichen reiben oder auf anderen Wunden)

Efeu:
Blattextrate;
Saponine (sapo = Seife, seifenähnliche Stoffe), regen die Schleimproduktion an, z.B. in den Bronchialdrüsen;
bei Husten, v.a. gegen Keuchhusten und Katarrhen

Gingko:
(schwierige Kultur, da männliche und weibliche Bäume nicht mehr als 100 m für eine Befruchtung auseinander stehen sollten, sonst keine Frucht, kein Samen, daher Stecklingsvermehrung üblich);
Blätter (nur Fertigextrakt);
durchblutungsfördernd, bei Demenz, Schwindel, Tinnitus (fördert die Durchblutung des Innenohrs);

Roßkastanie:
(der Drehwuchs im Stamm ist bis Heute ein Rätsel, nicht erklärbar)
Saponine (Aescin);
Samen der Roßkastanie;
Vorteil der Fertigextrakte (Kapseln) werden erst im Magen freigesetzt;
des weiteren eine äußerliche Anwendung als Salbe zum Einreiben

Weide:
(Salix alba)
(Silber-, Trauerweide officinell?)
Saliciade in der Leber zu Salicidsäure umgewandelt;
besser verträglich als chemisch hergestellt;
verwendet wird die Rinde;
gegen Fieber;
schmerzstillend;
Tee aus Weidenrinde (Gerbstoffe können magenreizend sein);

Malve:
(Wegmalve)
Schleimstoffe;
Husten, reizstillend;
durch Kaltauszug;
(Moschusmalve nicht officinell)

Weißdorn:
(Rotdorn gleiche Inhaltsstoffe)
Flavonoide;
herzstärkend (auch im Alter);
Blüten, Blätter, Früchte

Silberkerze:
(Traubensilberkerze)
östrogene Wirkung, zur Anwendung in den Wechseljahren
Rudbekia (Sonnenhut):
Vielfachzucker, Pflanzensäuren;
immunstärkend;

Wegwarte:
Bitterstoffe, daher appetitanregend;
es wird das Kraut verwendet;

Hopfen:
Getrenntgeschlechtlich, von den weiblichen Pflanzen werden die Zapfen verwendet;
ölhaltig; Flavonoide; Bitterstoffe (Harzsubstanzen) daher auch appetitanregend (Anregung der Verdauungssäfte); darüber hinaus bei Schlafstörungen;

Gemeine Nachtkerze:
(Blüte öffnet sich nachts, und verströmt auch den Duft nachts)
die tiefe Wurzel ist eßbar;
officinell wird das Öl aus den Samen verwendet z.B. bei Neurodermitis;

Steinklee:
(gelb)
Ist zwar officinell, trotzdem sollte er nicht innerlich angewendet werden, wegen den Cumarinverbindungen (Cumarine werden als Rattengift eingesetzt, sie wirken gerinnungshemmend und die Ratten verbluten dadurch innerlich; deshalb ist Steinklee auch auf Wiesen gefährlich, da die Kühe ebenfalls innerlich verbluten können; Cumarin entsteht durch Trocknung des Steinklees; ähnlich wie bei Waldmeister);
äußerliche Anwendung bei Venenerkrankung, Wadenkrämpfe, Juckreiz;

Johanniskraut:
(Hypericeum perforatum)
die Blätter (sammeln zu Beginn der Blüte) können bei Verstimmungen eingesetzt werden, nicht zuviel, da das Hypericin die Lichtempfindlichkeit herabsetzt;
rotes Öl in den Blättern, bei Verbrennungen und Verletzungen, auf Nebenwirkungen wenn gleichzeitig andere Arznei eingenommen wird achten;

Baldrian:
beruhigende Wirkung




Nach Frau Jacobsohn können die folgende Pflanzen (bzw. als Pflanzenpräperate) bei einer eindeutiger Indikation durch den Arzt verschrieben werden: Mistel (z.B. bei Krebstherapie), Leinsamen, Flohsamenkraut, Johanniskraut, Gingko)

eßbare Wildkräuter

Standort (u.a. Berlin); Wanderungen (z.B. VHS-Kurse); Vermehrung

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